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Qdent
Qdent 2 (2018), Nr. 3     12. Sep. 2018
Qdent 2 (2018), Nr. 3  (12.09.2018)

WISSENSCHAFT & PROMOTION, Seite 33-35


Struktur und Aufbau wissenschaftlicher Fachartikel Werkzeugkasten für die Wissenschaft in der Zahnmedizin
Teil 1: Titel und Abstract
Langenbach, Fabian
In kaum einer medizinischen Disziplin treffen so viele verschiedene wissenschaftliche Fachgebiete aufeinander wie in der Zahnmedizin. Ist schon die Bandbreite der Themen eine Herausforderung für Zahnmediziner, so macht es der kontinuierliche Anstieg des verfügbaren Wissens zusätzlich schwierig, sich zurechtzufinden. Gut, dass sich viele grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen disziplinübergreifend gleichen. Es ist wichtig, diese zu kennen, aber sich auch der Unterschiede bewusst zu sein, z. B. zwischen klinischer Forschung und Grundlagenforschung. Das vermeidet Frust bei der Auswahl und Bearbeitung eines Promotionsthemas und hilft später bei der kontinuierlichen Fortbildung in der Praxis.
In unserer Rubrik "Wissenschaft & Promotion" erhaltet ihr nach und nach einen "Werkzeugkasten für die Wissenschaft in der Zahnmedizin". Hier werden ab jetzt regelmäßig Themen erläutert, die grundlegende Kenntnisse über Strukturen und Methoden der Wissenschaft beleuchten. Außerdem vermitteln wir euch Softskills und Arbeitsweisen für eine erfolgreiche Promotion und kontinuierliche Weiterbildung.
Den Auftakt bildet die Beitragsreihe "Struktur und Aufbau wissenschaftlicher Fachartikel". Sie richtet sich an alle, die bei ihrer Recherche vor lauter Suchergebnissen die eigene Frage vergessen haben und an jene, die glauben, es genüge lediglich den Abstract eines Artikels zu lesen.
Wissenschaftliche Fachartikel sind mit 61,5 % im Durchschnitt aller akademischen Fachgebiete das am meisten genutzte Publikationsformat1. Früher oder später kommen auch Zahnmediziner mit wissenschaftlichen Publikationen in Berührung: unter anderem bei der Erstellung der Doktorarbeit und der damit zusammenhängenden Literaturrecherche, spätestens jedoch bei der beruflichen kontinuierlichen Weiterbildung. So verbringen Mediziner an Hochschulen durchschnittlich 3,7 Stunden pro Woche mit dem Lesen von Fachliteratur2. Tatsächlich benötigt mehr als die Hälfte der Wissenschaftler im Bereich Health Science sogar noch mehr Zeit mit der Suche nach Fachliteratur (4-5 Stunden/Woche).
Mit einigen grundlegenden Kenntnissen über die Struktur und den Aufbau von wissenschaftlichen Fachartikeln sowie der Bedeutung der einzelnen Segmente lässt sich wertvolle Zeit bei der Suche und dem Lesen sparen. Und auch die Erstellung einer ersten eigenen Veröffentlichung geht damit schneller von der Hand.